Hitler in Paris

Hitler in Paris

  • Hitler besucht Paris am frühen Morgen.

    HOFFMANN Heinrich (1885 - 1957)

  • Hitler besuchte Paris am 28. Juni 1940 in den frühen Morgenstunden.

    HOFFMANN Heinrich (1885 - 1957)

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Titel: Hitler besucht Paris am frühen Morgen.

Autor: HOFFMANN Heinrich (1885 - 1957)

Erstellungsdatum : 1940

Datum angezeigt: 23. Juni 1940

Maße: Höhe 0 - Breite 0

Technik und andere Indikationen: FotografieNach dem Besuch des Eiffelturms; erste Reihe von links nach rechts: Karl Wolff, Hermann Giesler, Albert Speer, Adolf Hitler, Arno Breker

Lagerort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen: Website der Neuen Pinakothek (München)

Kontakt Copyright: © BPK, Berlin, Dist. RMN-GP - Heinrich Hoffmann Website

Bildreferenz: 04-505702

Hitler besucht Paris am frühen Morgen.

© BPK, Berlin, Dist. RMN-GP - Heinrich Hoffmann

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Titel: Hitler besuchte Paris am 28. Juni 1940 in den frühen Morgenstunden.

Autor: HOFFMANN Heinrich (1885 - 1957)

Erstellungsdatum : 1940

Datum angezeigt: 28. Juni 1940

Maße: Höhe 0 - Breite 0

Technik und andere Indikationen: Fotografie für die wöchentliche Wochenschau vor dem Eiffelturm

Lagerort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen: Website der Neuen Pinakothek (München)

Kontakt Copyright: © BPK, Berlin, Dist. RMN-GP - Heinrich Hoffmann

Bildreferenz: 04-505752

Hitler besuchte Paris am 28. Juni 1940 in den frühen Morgenstunden.

© BPK, Berlin, Dist. RMN-GP - Heinrich Hoffmann

Erscheinungsdatum: März 2016

Historischer Zusammenhang

Der "Blitz Besuch"

Der deutsch-französische Waffenstillstand wurde am 22. Juni 1940 unterzeichnet. Die nördliche Hälfte und die Atlantikküste des französischen Territoriums wurden zur "Besatzungszone", in der Deutschland nun "die Rechte der Besatzungsmacht" ausübt.

Auf erobertem Gebiet entwickelt sich Hitler daher, wenn er am frühen Morgen des 23. oder 28. Juni 1940 (das Datum wird heute noch diskutiert) zu einem Blitzbesuch ("Blitzbesuch") nach Paris fährt, der um 6 Uhr beginnt h und endet um 8:15 Uhr. In Begleitung des Bildhauers Breker, des Architekten Speer und der Offiziere der Wehrmacht besucht der Führer mehrere emblematische Orte der verlassenen Hauptstadt wie die Oper, die Concorde, die Arc de Triomphe, die Invaliden, das Panthéon, Notre-Dame, der Louvre, aber auch das Trocadéro, wo er vor dem Eiffelturm posiert, wie die beiden hier untersuchten Fotografien zeigen.

Aufgenommen während der Dreharbeiten zur wöchentlichen Wochenschau Die Deutsche WochenschauDiese beiden Fotos stammen von Heinrich Hoffmann (1885-1957), einem Fotografen der NSDAP seit seinen Anfängen und dann Hitlers offiziellem Ikonographen. Die von der NS-Propaganda produzierten, weltweit verbreiteten Bilder vermitteln zahlreiche Bedeutungen von symbolischer, politischer und historischer Bedeutung.

Bildanalyse

Kriegsführung und Schüsse

Das erste Foto zeigt Hitler, der eine Gruppe von Männern anführt, die ihn bei seinem Besuch begleiten. Umgeben (von links nach rechts) von Karl Wolff, Hermann Giesler, Albert Speer und Arno Breker im Vordergrund, geht er durch die Esplanade du Trocadéro, gefolgt von Offizieren (im Hintergrund). Im Hintergrund taucht der Eiffelturm aus einem dichten Morgennebel auf, der ihn bis in den ersten Stock verdeckt. Die Opazität verleiht der Szene eine fast fantastische Atmosphäre und bringt die dunklen Silhouetten (insbesondere die Kopfbedeckungen) der Besucher zur Geltung.

Das zweite Bild ist ein vergrößertes Detail eines Fotos, das Adolf Hitler, Arno Breker und Albert Speer vor dem Eiffelturm für einen Nachrichtenreporter posieren. Wenn Hoffmanns ursprüngliche Absicht darin bestand, zu zeigen, wie Speer, Hitler und Breker gefilmt werden, wird allein das Detail Hitlers zu einem eigenständigen Klischee. In Militärkleidung posiert Hitler vor dem Denkmal. Das teilnahmslose Gesicht scheint aufgrund der Vergrößerung den Turm und die immer noch dunstige Pariser Landschaft des frühen Morgens zu verdecken.

Interpretation

Sieg durch Bild

Die Wochenschau und die Fotos verewigen den deutschen Sieg, der die Schlacht um Frankreich beendet. Wie der Blitzkrieg, den es krönt, setzt der Blitzbesuch eine militärische Geste ein, die Effizienz, Gründlichkeit und Organisation symbolisiert. Das zweite Bild zeigt also einen Führer, der als Truppenführer mit einem entschlossenen Schritt den siegreichen Marsch auf die Stadt des Lichts führt. Mit einem Mise en Abyme (dem Eiffelturm für Paris und Paris für Frankreich) ist hier in der Tat die Invasion ganz Frankreichs gemeint.

Der Sieg einer Armee und insbesondere ihres Anführers, wie das erste Foto zeigt, wo sich das Bild des Diktators einschreibt und das des Denkmals maskiert, was auf seine historische und fast mythologische Bedeutung hinweist.

Dieser Besuch hat jedoch eine etwas andere Dimension. Durch das Posieren mit Breker und Speer, zwei "Künstlern", schließt sich Hitler auch mit der Stadt des Lichts, der Hauptstadt der Kultur, zusammen. Es signalisiert damit die deutsche Beherrschung eines in Europa nach wie vor wichtigen kulturellen Symbols, auch unter den deutschen Eliten.

Schließlich kann der Nebel die Dunkelheit eines besetzten Paris symbolisieren, weit entfernt von dem Bild von Feier, Leichtigkeit und Licht, das im Allgemeinen damit verbunden ist. Während er der "touristischen" Route folgt, prägt Hitler das strenge Zeichen seines Regimes ein und zeigt, dass er die Stadt "in Besitz nimmt".

  • Hitler (Adolf)
  • Paris
  • Nazismus
  • Besetzung
  • Krieg von 39-45
  • Stadt
  • Speer (Albert)

Literaturverzeichnis

AZEMA, Jean-Pierre, Von München bis zur Befreiung, 1938-1944, Paris, Éditions du Seuil, 1979.AZEMA, Jean-Pierre und WIEVIORKA, Olivier, Vichy, 1940-1944, Paris, Perrin, 1997. BLOCH, Marc, Die seltsame Niederlage, Paris, Franc-Tireur, 1946. GRUAT, Cédric, Hitler in Paris, Juni 1940, Paris, Editions Tirésias, 2010. PAXTON, Robert, Das Frankreich von Vichy, 1940-44, Paris, Éditions du Seuil, 1973.

Um diesen Artikel zu zitieren

Alexandre SUMPF, "Hitler in Paris"


Video: Hitler Returns To Germany From France 1940. British Pathé