Gabriele d'Annunzio, die Dichterin im Exil

Gabriele d'Annunzio, die Dichterin im Exil

Schließen

Titel: Gabriele d'Annunzio, die Dichterin im Exil.

Autor: BROOKS Romaine Goddard, bekannt als Romaine (1874 - 1970)

Erstellungsdatum : 1912

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 116 - Breite 95

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand.

Lagerraum: Website des Sainte-Croix Museums

Kontakt Copyright: © Sammlung Centre Pompidou, Dist. RMN-Grand Palais / Alle Rechte vorbehalten

Bildreferenz: 33-000399-01 / JP4P

Gabriele d'Annunzio, die Dichterin im Exil.

© Sammlung Centre Pompidou, Dist. RMN-Grand Palais / Alle Rechte vorbehalten

Erscheinungsdatum: Oktober 2010

Historischer Zusammenhang

Der verfluchte Dichter

Gabriele D’Annunzio wurde 1863 in Pescara, einer kleinen Stadt in Süditalien, geboren. Anschließend verließ er Italien nach Frankreich und vertrat sich nach den berühmtesten Schriftstellern als verfluchter Dichter, der ins "Exil" gezwungen wurde.

Bildanalyse

Romantik und Zeitgenossenschaft

Dieses Porträt ist das Werk der amerikanischen Künstlerin Romaine Brooks, sehr modisch im eleganten Paris, in dem D’Annunzio lebte. Als große Freundin des berühmten Dandys Robert de Montesquiou lädt sie D'Annunzio, verfolgt von seinen Gläubigern und Geliebten, ein, in einer Villa Zuflucht zu suchen, die sie in Arcachon mietet. Dort malte sie 1912 das große Porträt des Dichters vor dem Meer. Allein von vorne gezeigt, elegant gekleidet, aber ohne Beeinträchtigung, scheint D’Annunzio in einer tiefen Träumerei versunken zu sein, die von Melancholie und einer gewissen Angst geprägt ist. Die Nüchternheit der Palette - größtenteils Grau-, Schwarz- und Weißtöne - ist das Markenzeichen von Romaine Brooks, deren Sparmaßnahmen in diesen überbordenden Vorkriegsjahren recht originell waren.

Diese Einfachheit, selbst diese Strenge, macht die Anwesenheit des Dichters umso imposanter, unermesslicher in der Einsamkeit des Himmels und des Meeres. Wenn das romantische Erbe die Wahl dunkler Farben und eine einsame Darstellung des Künstlers zu inspirieren scheint Vor den Elementen machen die Nüchternheit der Linie und der Realismus, der dem Ausdruck des Gesichts verliehen wird, dieses Gemälde zu einem überaus zeitgenössischen Werk.

Interpretation

Vorbote des Krieges

Die Einfachheit und das Gefühl der Einsamkeit, die von diesem Porträt ausgehen, stehen überraschend im Kontrast zu dem wirbelnden Leben der Freuden, das vom Autor von geführt wird Das Kind des Vergnügens (1889). Der Dichter wird diese Jahre des "Exils" in den harten Landes jedoch immer als heilsamen Ruhestand bezeichnen. Realismus oder Vorahnung, Romaine Brooks hat den Blick des Dichters mit unendlicher Schwerkraft beeindruckt: Er scheint bereits die Welle des Krieges so nah zu erblicken, dass das Werk ein einzigartiges Omen erhält. Es ist in der Tat schwierig, sich hier den Geschwaderkommandanten nicht vorzustellen, dass Dnunzio zwei Jahre später werden würde und nun Heldentum als einziges Gegenmittel gegen die Angst vor dem Bestehen behauptet.

  • Dandyismus
  • Porträt
  • Exil
  • Poesie
  • Dichter
  • Annunzio (Gabriele d ')
  • Dichter

Literaturverzeichnis

Françoise WERNER, Romaine Brooks, Paris, Plon, 1990.

Um diesen Artikel zu zitieren

Hermine VIDEAU, "Gabriele d'Annunzio, die Dichterin im Exil"


Video: DANNUNZIO PARLA - CONCERTO QUARTETTO al Vittoriale deglItaliani