Fest des Höchsten Wesens auf dem Champ de Mars (20. Präriejahr II - 8. Juni 1794)

Fest des Höchsten Wesens auf dem Champ de Mars (20. Präriejahr II - 8. Juni 1794)

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Titel: Fest des Höchsten Wesens auf dem Champ de Mars (20. Präriejahr II - 8. Juni 1794).

Autor: DEMACHY Pierre-Antoine (1723 - 1807)

Erstellungsdatum : 1794

Datum angezeigt: 08. Juni 1794

Maße: Höhe 53,5 - Breite 88,5

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand

Lagerraum: Website des Carnavalet Museums (Paris)

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - Bullozsite Web

Bildreferenz: 02-005981 / P 0081

Fest des Höchsten Wesens auf dem Champ de Mars (20. Präriejahr II - 8. Juni 1794).

© Foto RMN-Grand Palais - Bulloz

Erscheinungsdatum: März 2016

Historischer Zusammenhang

Die Allianz von Tugend und Terror

Im Sommer 1793 erlebte die Französische Revolution eine dunkle Zeit: Das Land war stark von einer Wirtschaftskrise und sozialen Unruhen betroffen, zu denen ein Bürgerkrieg (Vendée-Aufstand und föderalistischer Aufstand) und eine Reihe von militärischen Niederlagen an den Grenzen hinzukamen. Zu dieser Stärkung des Terrors fügte er im Mai 1794 die Gründung einer Staatsreligion hinzu: den Kult des Höchsten Wesens, zu dessen Ehren er am folgenden 8. Juni verschwenderische Zeremonien organisierte.

Bildanalyse

Das Fest des Höchsten Wesens

Dieses Öl auf Leinwand von Pierre-Antoine Demachy (1723-1807), Maler der Geschichte und ausgezeichneter Zeichner, ist ein besonders interessantes Zeugnis für die Entfaltung des Festes des Höchsten Wesens in Champ-de-Mars in Paris. Ein Panoramablick auf Champ-de-Mars ermöglichte es ihm, das Ausmaß und die Pracht der Feier wiederherzustellen: Im Vordergrund stehen die Menschen, deren akribisch dargestellte Gesten im zweiten Moment die durch den Anblick hervorgerufene Freude offenbaren Aufnahme einer gigantischen Prozession, die von Vertretern des Volkes gebildet wurde, gefolgt von revolutionären Soldaten und der republikanischen Garde. In der Mitte steht auf einem von vier Bullen gezogenen Streitwagen die Allegorie der Instrumente des Kunsthandwerks und der Produktionen französischen Territoriums. Diese Prozession bewegt sich in Richtung einer Art künstlichem Gestein - dem "heiligen Berg" schlechthin -, auf dessen Spitze der Baum der Freiheit, Symbol der Einheit und der kollektiven Bindung an die Revolution, und a alte Säule, überragt von einer Statue, die eine Fackel schwingt. Im Hintergrund links erinnert die massive Architektur der Ecole Militaire an die städtische Umgebung, in der dieses Festival mit seinen rustikalen und mythologischen Obertönen stattfindet. So entsteht aus dieser akribischen und gekonnt ausgearbeiteten Komposition ein Eindruck von Größe, aber auch von Kälte, der gut dem Geist der Zeremonie entspricht, deren hochmütiger Pomp und uraltes Ritual, bis ins kleinste Detail durchdacht, waren vor allem dazu gedacht, staunen zu erregen und die fantasie der menschen zu wecken, mehr zuschauer als schauspieler.

Interpretation

Die revolutionären Kulte des Jahres II

Robespierre, ein leidenschaftlicher Katholik, war entschieden gegen die Beschleunigung des Entchristianisierungsprozesses, der im September 1792 begann. Für ihn riskierte das durch das Verschwinden des Katholizismus entstandene Vakuum auch die Desorientierung des Volkes, das an seine Dogmen und Riten gewöhnt war. Deshalb bemühte er sich, eine offizielle Religion zu schaffen, die den Idealen der Aufklärung und insbesondere den rousseauistischen Theorien entsprach, die die Existenz einer natürlichen und universellen Moral und einer unpersönlichen Göttlichkeit, des Seins, postulierten. Höchste, Schöpfer des Universums. Ohne Priester und Heiligtümer nahm diese neue deistische und patriotische Religion dennoch alle Erscheinungen eines Kultes an. Das Fest vom 8. Juni 1794 hatte in Frankreich einige Erfolge. Es war nur der Höhepunkt einer Reihe von Versuchen der Führer des zweiten Jahres, einen revolutionären Kult zu etablieren. Die meisten von ihnen wurden abgebrochen. Diese Versuche zeugen von der Komplexität der Verbindungen zwischen politischer und religiöser Sphäre sowie von der Unmöglichkeit, alle religiösen Gefühle auszurotten. Sie waren auch der Ausgangspunkt einer bürgerlichen Religion, deren Entwicklungen die Geschichte der Republik prägten.

  • Champ-de-Mars
  • Konvention
  • Entchristianisierung
  • Sei überragend
  • Religion
  • Robespierre (Maximilian von)

Literaturverzeichnis

Philippe BORDES, Michel REGIS et alii Zu Waffen und Kunst! Die Künste der Revolution: 1789-1799 Paris, A.Biro, 1988. Mona OZOUF Das revolutionäre Fest Paris, Gallimard, 1976. Jean TULARD Geschichte und Wörterbuch der Französischen Revolution Paris, R.Laffont, 1987. Michel VOVELLE Die Revolution gegen die Kirche, die Dechristianisierung des zweiten Jahres Brüssel, Komplex, 1988. Michel VOVELLE Die Französische Revolution, 1789-1799 Paris, A.Colin, 1992. Gérard WALTER Maximilien de Robespierre Nachdruck, Paris, Gallimard, 1989.

Um diesen Artikel zu zitieren

Charlotte DENOËL, "Fest des Höchsten Wesens auf dem Champ de Mars (20. Präriejahr II - 8. Juni 1794)"


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