Vom Pferd zum "Velocipede"

Vom Pferd zum

  • Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870.

  • Regina.

    KAPELLER Philippe

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Titel: Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870.

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Maße: Höhe 21,4 - Breite 18,5

Technik und andere Indikationen: Farblithographie. Auszug aus der Publikation "Actualités"

Lagerraum: Website des Nationalen Museums für Auto und Tourismus

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - Website von F. Raux

Bildreferenz: 06-531137 / MV1304

Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870.

© Foto RMN-Grand Palais - F. Raux

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Titel: Regina.

Autor: KAPELLER Philippe (-)

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 0 - Breite 0

Technik und andere Indikationen: Handkolorierte Lithographie. Werbeplakat für den Velocipede von Regina. Text des Plakats: "Endlich! Er stieg von seinem Pferd, um eine RÉGINA zu reiten".

Lagerraum: Website des Nationalmuseums und des Schlosses von Pau (Pau)

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - V. Dubourg

Bildreferenz: 94-055931 / S.84-16-1

© Foto RMN-Grand Palais - V. Dubourg

Erscheinungsdatum: Juni 2011

Historischer Zusammenhang

Der "Velocipede" der 1870er Jahre um die Wende des XXe Jahrhundert

Das 1861 von Pierre Michaux erfundene Pedalfahrrad wurde schnell sehr beliebt. Ab den 1870er Jahren vermehrten sich Clubs, Rassen und Fachzeitungen, und die Praxis des "Velocipede", der zunächst ein "bürgerliches Hobby" war, wurde allmählich demokratischer. In der Stadt und dann auf dem Land wird der "Velocipede" dann zu einem neuen Transport- und Gehmittel, das das Pferd in Gebrauch und Darstellung konkurriert und ersetzt, wie die beiden hier untersuchten Bilder zeigen. Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870 und das Werbeplakat für den Velocipede von Régina.

Bildanalyse

Eine neue Montierung

Veröffentlicht in der Zeitschrift Nachrichten in der Zeit von 1870 bis 1880 wurde der Druck Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870 stellt einen großen Stallraum dar, in dem große Räder, die scheinbar auf unendlich ausgerichtet sind, die Pferde ersetzt haben. Streng genommen handelt es sich hierbei nicht um Fahrräder (zweirädrig und pedalbetrieben), sondern um den "Velocipede", der zu dieser Zeit noch verschiedene Formen annahm. Die unnötige Anwesenheit des Stallknaben (mit seiner Bürste und seinem Eimer, der, wenn sie zum Reinigen der Räder verwendet werden könnten, eher für die Tiere bestimmt sein sollte) und eines Wachmanns in Uniform vervollständigt den Vorschlag einer "Revolution" auf einem komische und lustige Mode.

Hergestellt vom Illustrator Philippe Chapellier zu Beginn des 20. Jahrhundertse Jahrhundert verwendet das Werbeplakat für den Regina-Velocipede die historische Figur von König Heinrich IV. Die berühmte Skulptur des Monarchen von Pont-Neuf verlässt sein Pferd, um mit dem modernsten Fahrrad der Marke zu fahren, und weckt die Überraschung und Panik der Passanten.

Interpretation

Bilder der Moderne

Ganz offensichtlich und ähnlich betonen beide Drucke humorvoll die Idee, dass das Fahrrad das Pferd der Neuzeit ist. Wenn es sich nicht streng genommen um eine Werbung handelt, Triumph des Velocipede. Der Stall des Marquis de Lagrange im Jahre 1870 berichtet über den Erfolg der neuen Maschine. Die zu Beginn dieser "Revolution" produzierte Illustration kann ihre Neuheit immer noch ausnutzen: Indem sie das Pferd blendend ersetzt, stört sie den Zoll und lässt die Mitarbeiter des Marquis hilflos zurück. 1870 noch nicht sehr demokratisch, bleibt der Velocipede hier wie das Pferd eine Praxis, die mit einem sozialen Rang verbunden ist: Nur ein Marquis kann einen Stall haben, in dem diese neuen "Reittiere" aufbewahrt werden können.

In jüngerer Zeit zeigt das Werbeplakat für den Velocipede von Régina ein Fahrrad auf dem neuesten Stand der Technik, dessen technische Exzellenz erraten werden kann und das die Metallpanzerung des Souveräns sowohl durch Kontrast als auch durch visuelle Beschriftung hervorheben kann. glänzend, in der Fortsetzung der schönen Mechanik des Velocipede. Der Gegensatz zwischen der Geschwindigkeit von Henri IV. (Trotz seiner Rüstung) und der Unbeweglichkeit der Statue (und damit des Pferdes), die per Definition in der Zeit eingefroren ist, ist der der Moderne und Tradition. Henri IV. Kann so endlich aus dem historischen alten Paris "fliehen" (der Pont-Neuf ist der älteste in der Hauptstadt) und als Fahrer der neuen Zeit den Raum der Stadt mit voller Geschwindigkeit erobern. Wenn der Markenname als historische Figur eine Lizenzgebühr hervorruft, beziehen sie sich mehr auf die Qualität des Produkts (das beste Fahrrad für den großen Mann) als auf einen gewissen Elitismus dieser Art von Freizeit, der sich bereits im Demokratisierungsprozess befindet "Behauptet" den Vorschlag hier nebenbei auf die größte Anzahl.

  • Bourbonen
  • Neue Brücke
  • Werbung
  • Fahrrad

Literaturverzeichnis

Pierre CHANY, La Fabuleuse Histoire du Cyclisme, Band I „Von den Ursprüngen bis 1955“, Paris, Nathan, 1988. Alain CORBIN (Regie), L'Avénement des Loisirs (1850-1960), Paris, Aubier, 1995.Pryor DODGE , Die große Geschichte des Radfahrens, Paris, Flammarion, 1996.

Um diesen Artikel zu zitieren

Alexandre SUMPF, "Vom Pferd zum" Velocipede ""


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