Brasserien im Herzen von Paris

Brasserien im Herzen von Paris

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Titel: Die Kellnerin.

Autor: MANET Edouard (1832 - 1883)

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 77,5 - Breite 65

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand, zwischen 1878 und 1879.

Lagerraum: Orsay Museum Website

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais - H. Lewandowskisite Web

Bildreferenz: 99-004980 / RF1959-4

© Foto RMN-Grand Palais - H. Lewandowski

Erscheinungsdatum: August 2011

Professor für Zeitgeschichte IUFM und Claude Bernard Lyon University 1. Leiter der Universität für alle, Jean Monnet University, Saint-Etienne.

Historischer Zusammenhang

Bier funkelt im 19. Jahrhunderte Jahrhundert

Der Bierkonsum in Frankreich nahm im 19. Jahrhundert erheblich zu.e Jahrhundert, überfüllt seine ursprünglichen Domänen, der Norden und das Elsass: weniger als 10 Liter pro Einwohner und pro Jahr in den 1830er Jahren, mehr als 23 Liter in den 1880er Jahren. Paris konzentriert sich insbesondere mehrere hundert, insbesondere nach den Weltausstellungen des Zweiten Reiches, mit den berühmten und frechen „Brasserien à femmes“ und anderen „Café-Konzerten“. Der sogenannte Bon Bock Verein trifft sich gerne im Guerbois Café.

Bildanalyse

Die Welt des Künstlers

In der Brasserie des Martyrs, in der Brasserie Andler, wenn nicht in der Grande Brasserie, in Einrichtungen im Quartier Latin oder auf den Grands Boulevards, einer Klientel von Studenten, Journalisten und Künstlern (Monet, Courbet, Vallès und Baudelaire). Der Bourgeron und die Arbeitermütze stehen neben dem Anzug und dem Zylinder des Bourgeois in einer lauten, rauchigen Atmosphäre in einem echten sozialen Nahkampf. Hier arbeiten Frauen: auf der Bühne oder am Tisch. Édouard Manet, der gerade den Kupferstecher Bellot entworfen hat, Mitglied und Gründer des Bon Bock-Vereins (Der Bon Bock, 1878), betont hier eher das Merkmal einer Frau. Das dampfende weiße Kleid der halb versteckten „Tänzerin“ unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Outfits der Kellnerin in vollem Licht. Die Männer entspannen sich, reden, trinken und rauchen. Die weiße Tonpfeife - ein Gambier von Givet oder ein Fiolet von Saint-Omer - eines Künstlers in einer Bluse stellt die Verbindung zum schwarzen Zylinder eines wahrscheinlich beschwipsten Bourgeois her. Das Dekor (Kronleuchter, bemalte Blumen) kümmert sich um das Lametta.

Bier wird in "Bocks" serviert. Große Gläser mit Griffen enthalten zunächst einen Viertel Liter und erhöhen sich dann auf 20 Zentiliter. Ihr Name kommt aus dem Deutschen Bockbieroder "Ziegenbier" nach dem Entwurf einer berühmten Marke von Einbeck.

Interpretation

Manet Naturforscher

Manet entscheidet sich hier für einen entschiedenen Naturalismus, genau im Moment der Veröffentlichung von Zolas Romanen (Das Assommoir1877). Er wendet sich Brasserie- und Konzertcafészenen sowie Porträts von Frauen oder Halbmondaines zu. Wie kann man in dieser "Kellnerin der Bocks" nicht einen anderen unermüdlichen Arbeiter von Gervaise sehen, der dem Fall so nahe ist? Wie kann man bei diesen Männern andere Charaktere des Rougon-Macquart nicht sehen, die jedoch trotz des Rauchschleiers so real sind? Der Maler antwortet hier dem Schriftsteller.

  • Bier
  • Cafés
  • Pariser
  • Tabak

Literaturverzeichnis

Luc BIHL-WILLETTE, Von Tavernen zu Bistrots: Eine Geschichte der Cafés, Lausanne, L'ge d'homme, 1997. Jean-Claude BOLOGNE, Geschichte der Cafés und Cafetiers, Paris, Larousse, 1993. Bertrand HELL, L'Homme und Bier.Essai Comparative d'ethnologie alsacienne, Paris, EG, 1991. Henri-Melchior de LANGLE, Le Petit Monde des Cafés und Debits parisiens au XIXe siècle.Evolution de la sociabilité citadine, Paris, PUF, coll. "Histoires", 1990.Didier NOURRISSON, Le Buveur du XIXe siècle, Paris, Albin Michel, Slg. "L’Aventure humaine", 1990. Didier NOURRISSON, Zigarette. Geschichte eines Hänseleien, Paris, Payot, 2010.

Um diesen Artikel zu zitieren

Didier NOURRISSON, "Brasserien im Herzen von Paris"


Video: A Dinner at Bouillon Julien, Paris