Der Maibaum

Der Maibaum

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Titel: Der Maibaum.

Autor: BAFCOP Alexis (-)

Erstellungsdatum : 1840

Datum angezeigt:

Maße: Höhe 195 - Breite 167

Technik und andere Indikationen: Öl auf Leinwand

Lagerraum: MuCEM-Website

Kontakt Copyright: © Foto RMN-Grand Palais

Bildreferenz: 01.2.1 / Inv: MNATP 987.24.1

© Foto RMN-Grand Palais

Erscheinungsdatum: März 2016

Historischer Zusammenhang

Alexis Bafcop (1804-1895) stellte von 1831 bis 1840 im Salon Porträts und Genrebilder mit einem "ethnografischen" Thema aus. Das Vorhandensein der dreifarbigen Flagge, die von der Julimonarchie als offizielles Emblem angenommen wurde, wirft die Frage nach dem Verhältnis zwischen der zyklischen Zeit des Agrarritus und der Zeit der Geschichte auf. Eine besondere Bedeutung hat auch die Entscheidung, die Bühne in der Bretagne zu platzieren.

Bildanalyse

Die Praxis des kollektiven Mai, die bereits im 11. Jahrhundert in vielen Regionen Frankreichs bestätigt wurde, bestand darin, in der Nacht vom 30. April bis 1. Mai einen Baum im Wald zu holen und auf dem Dorfplatz zu pflanzen. Der mit Bändern geschmückte Baum wurde von den jungen Leuten des Dorfes in Prozession vorgeführt. Der Brauch war mit Jugendverbänden verbunden, die wie organisierte Gruppen eine vorrangige Rolle im gesellschaftlichen Leben spielten. Diese Praxis sollte nicht mit dem Brauch verwechselt werden, dass einzelner Mais vor die Tür junger Mädchen gepflanzt wird, um zu heiraten. Die Szene befindet sich in der Bretagne, einer Region, in der der Brauch laut Arnold Van Gennep eher marginal gewesen zu sein scheint: „Nur im Land Baud um 1840.“ Die Komposition des Gemäldes reproduziert ältere Modelle (wie einen anonymen Druck mit dem Titel) Frühling, gehalten bei der BNF), die das gleiche Layout haben (Musiker links, gekippter Baum, Gebäude rechts). Die Darstellung bretonischer Kostüme verdankt sie eher den Stichen von Olivier Perrin oder den Gemälden von Eugène Leleux als der direkten Beobachtung. Der dargestellte Moment ist der der tatsächlichen Plantage, wobei der Baum von jungen Menschen unter dem Blick der Dorfgemeinschaft gezogen und unterstützt wird. Die Anwesenheit eines Geigers im linken Teil der Leinwand kündigt das kommende Fest an; Das des alten Mannes im Vordergrund kann im Kontext einer mit der Jugend verbundenen Partei überraschend sein.

Interpretation

Seit der vom 1. Reich eingerichteten keltischen Akademie ist die Bretagne das Land der Vorliebe für die Suche nach einer mythischen Vergangenheit. In den 1840er Jahren kam es zu einer Wiederbelebung der Keltomanie und einem zunehmenden Interesse an bretonischen Themen. Die Darstellung der Trikolore in einem Festival in dieser Region, das die folkloristische Phantasie als das traditionellste ansieht, stellt eine Art Manifest dar: Wir betrachten als Tatsache, dass dieses Emblem selbst in den „typischsten“ Regionen anerkannt wird, und daher nationale Werte.

  • Bretagne
  • dreifarbige Flagge
  • Folklore
  • ländliches Leben

Literaturverzeichnis

Nicole BELMONT "Der schöne Monat Mai", in Die Geschichte Nr. 1, Mai 1978. Catherine BERTO, "Die Erfindung der Bretagne, soziale Genese eines Stereotyps", in Sozialwissenschaftliche Forschungsverfahren , Paris, Hrsg. Von Minuit, 1980. Marie-France GUEUSQUIN Der Monat der Drachen Paris, Berger-Levrault, 1981. Arnold VAN GENNEP Zeitgenössisches französisches Folklorehandbuch Band I, Band 4, "Cérémonies periodic cycliques" Paris, Picard, 1949 Schilf. Robert Laffont coll. "Books", 1998.André VARAGNAC "Les but d 'past", in Unsere Erde 13271

Um diesen Artikel zu zitieren

Frédéric MAGUET, "Der Maibaum"


Video: VoxxClub- Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht