Das rote Plakat

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Titel: Befreier? Befreiung der Armee vom Verbrechen!

Erstellungsdatum : 1944

Datum angezeigt: 1944

Maße: Höhe 123 - Breite 82,5

Technik und andere Indikationen: Offset

Lagerraum: Website des Armeemuseums (Paris)

Kontakt Copyright: © Paris - Armeemuseum, Dist. RMN-Grand Palais / Pascal Segrette

Bildreferenz: 06-513923 / 2007.18.1

Befreier? Befreiung der Armee vom Verbrechen!

© Paris - Armeemuseum, Dist. RMN-Grand Palais / Pascal Segrette

Erscheinungsdatum: September 2020

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Das rote Plakat

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Historischer Zusammenhang

Eine große Propagandaoperation

Das zwischen Ende 1942 und Februar 1943 gegründete und organisierte manouchianische Netzwerk ist Teil der Widerstandsgruppe der "Francs-Tireurs et Partisans - Hauptwanderer" (F.T.P.-M.O.I.). Das Netzwerk besteht aus 23 Kommunisten (darunter 20 Ausländer: Spanier, Italiener, Armenier und Juden aus Mittel- und Osteuropa) und ist Autor zahlreicher Angriffe und Sabotageakte gegen die Nazi-Besatzer. Das Manouchian-Netzwerk hat seinen Namen von seinem Führer: Missak Manouchian.

Die im November 1943 festgenommenen Mitglieder wurden während eines Prozesses vor dem deutschen Militärgericht in Grand Paris vom 17. bis 21. Februar 1944 vor Gericht gestellt. 22 der 23 Mitglieder des Netzwerks wurden zum Tode verurteilt und erschossen. 21. Februar in der Festung von Mont-Valérien. Olga Bancic, die einzige Frau in der Gruppe, wird am 10. Mai enthauptet.

Produziert von den deutschen Propagandadiensten in Frankreich: „Des liberateurs? Die Befreiung! By the Crime Army "(auch" The Red Poster "genannt) wird zum Zeitpunkt des Prozesses oder am Tag nach der Hinrichtung (22. Februar) in Paris und in einigen großen französischen Städten verputzt. Es wurde in 15.000 Exemplaren veröffentlicht und von zahlreichen Flugblättern begleitet, die an das Ereignis erinnern. Es stellt eine große Operation gegen den Widerstand dar.

Bildanalyse

Die Verbrechensarmee

Das Bild ist in drei Teile gegliedert. Überkreuzen Sie die Ober- und Unterseite des Plakats mit der Frage "Befreier? "Und seine Antwort" Befreiung! Von der Verbrechensarmee "übermitteln ausdrücklich die Botschaft, die ihre Täter vermitteln wollen.

In einem roten Dreieck befinden sich Foto, Name, Herkunft und Aktionen von zehn Widerstandsmitgliedern der manouchischen Gruppe: Grzywacz, polnischer Jude, 2 Angriffe - Elek, ungarischer Jude, 8 Entgleisungen - Wasjbrot, polnischer Jude, 1 Angriff, 3 Entgleisungen - Witchitz, polnischer Jude, 15 Angriffe - Fingerweig, polnischer Jude, 3 Angriffe, 5 Entgleisungen - Boczov, ungarischer Jude, Umwerfer, 20 Angriffe - Fontanot, italienischer Kommunist, 12 Angriffe - Alfonso, Roter Spanier, 7 Angriffe - Rayman, Polnischer Jude, 13 Angriffe - Manouchianer, Armenier, Bandenführer, 56 Angriffe, 150 Tote, 600 Verwundete.

Sechs Fotos (Angriffe, Waffen oder Zerstörung) stellen schließlich die Bedrohung dar, die sie durch einige der Angriffe darstellen, denen sie beschuldigt werden.

Interpretation

Der Feind innerhalb

Das "rote Plakat" soll zunächst Mitglieder des manouchianischen Netzwerks als gefährliche Terroristen darstellen. Die dominierende Farbe Rot erinnert an ihre politische Zugehörigkeit, aber auch an das vergossene Blut. Ebenso erinnert die Präsentation der Fotos über ihren "Palmen" an eine kriminelle Ikonographie. Als "Band" qualifiziert, wird dem manouchianischen Netzwerk daher jede politische Anerkennung verweigert.

Das Bild betont auch, dass diese "Verbrechensarmee" aus Ausländern besteht. Zottelig, aggressiv und unheimlich sind diese Männer neben "Juden", "Roten" auch Ausländer. Während sich die Widerstandshandlungen vermehren, wollen die deutschen Behörden die Bürger von der Gefahr überzeugen, die diese Männer für das Land darstellen. Weit davon entfernt, Frankreich zu befreien (um es den Franzosen zurückzugeben), drohen sie im Gegenteil, es dem Chaos und den schändlichen Mächten von außen zu überlassen.

  • Propaganda
  • Krieg von 39-45
  • Nazismus
  • Besetzung
  • Widerstand
  • Poster

Literaturverzeichnis

Jean-Emmanuel DUCOIN (Regie), Manouchian Group - Erschossen am 21. Februar 1944 - Helden zum Leben, zum TodSonderausgabe von Menschheit, Paris, Februar 2007.

Philippe GANIER-RAYMOND, Das rote Plakat, Paris, Fayard, 1975.

Jacques RAVINE, Der organisierte Widerstand der Juden in Frankreich (1940-1944), Paris, Julliard, 1973.

Benoît RAYSKI, Das rote Plakat, Paris, Denoël, 2009.

Um diesen Artikel zu zitieren

Alexandre SUMPF, "Das rote Plakat"

Verbindungen


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