1932 - Die S.F.I.O.

1932 - Die S.F.I.O.

  • S.F.I.O. Versammlung.

  • Der Sweep.

  • „Arbeit, Brot! »- Plakat des S.F.I.O. (Französische Sektion der Arbeiter-Internationale).

    ZÉNOBEL Pierre (1905 - 1996)

© Zeitgenössische Sammlungen

© Zeitgenössische Sammlungen

„Arbeit, Brot! »- Plakat des S.F.I.O. (Französische Sektion der Arbeiter-Internationale).

© ADAGP, Bibliothek für zeitgenössische internationale Dokumentation / MHC

Erscheinungsdatum: April 2007

Historischer Zusammenhang

1932 ein Wendepunkt bei den Wahlen

Bei den Wahlen von 1913 erhielt die sozialistische Partei S.F.I.O. unter der Führung von Jean Jaurès und die zunehmende Mobilisierung der Volkswählerschaft die meisten Stimmen. Allerdings schnell enttäuscht vom Beitritt zum IIIe International aus Moskau auferlegt, schließen sich viele Aktivisten der S.F.I.O. Die Sozialisten sind sich der Verwirrung bewusst, die acht Jahre zuvor herrschte, und beschließen, eine viel prägnantere Kampagne zu führen, in der sie eindeutig zwischen Radikal-Sozialisten und Kommunisten identifiziert werden.

Bildanalyse

Das rote Banner wird angehoben

Diese Serie von drei Plakaten wurde angebracht, um die Wählerschaft hinter dem S.F.I.O. Drei Figuren eines jungen Mannes mit Bleistift sind besonders dynamisch vor dem roten Hintergrund, eine Farbe, die Sozialisten und Kommunisten gemeinsam haben.

Auf dem Plakat für die Kundgebung ist das Rot das Banner der revolutionären Partei, das seit 1920 geteilt wurde, aber Teil der langen Geschichte der Arbeiterbewegung ist. Durch seine Haltung erinnert der Charakter sowohl an die Kohorte der Proteste, ob vor 1914, an den Krieg noch an die jüngste Krise. Die Hand ballte sich wie eine Faust auf dem Schaft und der offene Mund ließ den Schrei "Sammeln!" »Markieren Sie die Entschlossenheit im Kampf. Der Blick am Horizont unterstreicht die Hoffnung auf die bevorstehenden Wahlen. Der erhobene rechte Arm, ausgestreckte Hand, ist ein direkter Hinweis auf die Mobilisierungsplakate des Ersten Weltkriegs.

Auf dem weitläufigen Poster bildet Rot diesmal einen Tornado, der mit einem kräftigen Besenfeger die Börse (Palast und Geld), die Armee (Boot, Flugzeug, Kepi) wegfegt. General, Säbel) und die Kirche (Flaschenbürste, Kreuz). Der Charakter ist gleichzeitig glücklich und gelassen, und seine Silhouette, die mit kleinen lebhaften Linien verziert ist, erinnert an die Dynamik des Wandels. Seine Waffe ist eine Anspielung auf das berühmte Plakat des russischen Moores aus dem Jahr 1920, auf dem ein bösartiger Lenin zu sehen war, der Päpste, Spekulanten und Adlige über den Globus fegte.

In der Zeichnung von Pierre Zenobel (1905-1996) färbt Rot einen einzigartigen Hintergrund, der für das Auge offensichtlich ist. in rot liest auch, wie ein Echo, den Aufruf zur Wahl der Wähler (die S.F.I.O.-Abstimmung). Dieses Plakat ist das "sozialste" der drei, sowohl in Bezug auf seinen Slogan als auch in Bezug auf seine Zusammensetzung. Der Rahmen ist eng im Gesicht eines jungen Mannes, der den Slogan zu singen scheint. Der Kontrast zwischen dem klaren Nacken und den Schultern, die der hellen, zerbrechlichen und der schattierten dunklen Stirn geboten werden, die Augen in die Zukunft gerichtet, der Mund so schwarz wie der Herd - dramatisiert die Zeichnung.

Interpretation

Die sozialistische Revolution

Die Linke Union, der schüchterne Erbe eines Kartells, das schlechte Erinnerungen hinterlassen hat, lässt auch die 1935 gegründete Volksfront zwischen Radikalsozialisten, Sozialisten und Kommunisten ahnen. Die Wirtschaftskrise und die politische Krise haben bereits 1932 die Parolen auferlegt, die 1936 triumphieren würden. Gegen die Zerstreuung der linken Kräfte und die Spaltungen hat die S.F.I.O. fordert eine Kundgebung und eine Verhärtung des Kampfes. Gegen die traditionellen Mächte des Kapitals, der Armee und der Kirche fordern die Sozialisten, sich von der Vergangenheit abzuwenden und entschlossen in die Zukunft zu schauen. Schließlich glauben sie angesichts des wachsenden Elends und der unglaublichen Arbeitslosigkeit, von der besonders junge Menschen betroffen sind, dass sie soziale Anforderungen in den Mittelpunkt des ländlichen Raums stellen müssen. Die kurzen Slogans, die allgegenwärtige rote Farbe, die fruchtbare Verbindung zwischen Text und Bild verleihen den drei Postern eine beträchtliche visuelle Stärke. Sie zeugen von der erneuten Kraft einer Partei, die ihre revolutionäre Vergangenheit nicht aufgegeben hat, aber auf demokratische und populäre Weise die Macht erobern und ausüben will.

  • rote Flagge
  • Propaganda
  • Sozialismus
  • Dritte Republik
  • Poincaré (Raymond)
  • Jaurès (Jean)
  • SFIO

Literaturverzeichnis

Maurice AGULHON, Die Republik, Band II, "1932 bis heute", Paris, Hachette, Slg. "Pluriel", neue erweiterte Ausgabe, 1990. Jean-Jacques BECKER und Gilles CANDAR (Hrsg.), Geschichte der Linken in Frankreich, Band II, "XX. Jahrhundert, auf die Probe gestellt", Paris, La Découverte, 2004. Dominique BORNE und Henri DUBIEF, Die Depression der 1930er Jahre (1929-1938), Paris, Le Seuil, umg. "Points", 1989.

Um diesen Artikel zu zitieren

Alexandre SUMPF, „1932 - The S.F.I.O. ""


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